Veranstalter der Fachtagung war das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, Hannover, in Kooperation mit dem Marschallamt der Wojewodschaft Wielkopolska, Poznań.
Während des Fachaustausches wurden insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels für die Bereiche Siedlungswasserwirtschaft, Hochwasserschutz sowie Niedrigwassermanagement diskutiert. Der Fachaustausch diente der Vertiefung und der Diskussion über die Auswirkungen des Klimawandels für die Praxis und der Erarbeitung von Empfehlungen und Anpassungsstrategien zum Umgang mit diesen Auswirkungen.
In drei Workshops wurden sich den Fragestellungen in lebhaften Diskussionen genähert.
In
Workshop I zum Thema Siedlungswasserwirtschaft war insbesondere die Auswirkungen der zunehmenden Starkregenereignisse auf die Überflutungshäufigkeit Gegenstand der Diskussion. Hier wurde festgestellt, dass eine bessere Vorbereitung auf die Extremereignisse erforderlich ist. Die Durchführung einer Risikobetrachtung und Sensititvitätsanalyse des Kanalnetzes ist sinnvoll, um zu den geeigneten Maßnahmen auch unter Kosten-Nutzen-Aspekten zu kommen. Allerdings sind zu einer Modellerstellung detaillierte und umfangreiche Daten erforderlich.
Insbesondere eine intensivere interdisziplinäre Zusammenarbeit als auch eine breitere Bürgerinformation und –einbindung wurden als wichtige Ansätze für die Zukunft angesehen.
Impulsreferat 1:
Klimawandel und kommunale Wasser- und Abwasserwirtschaft
Prof. Dr. habil. Ryszard Błażejewski, Poznań Universität der Umweltwissenschaften, Poznań (PL)
Impulsreferat 2:
Auswirkungen des Klimawandels auf die Abwasserbeseitigung und mögliche Anpassungsstrategien / Empfehlungen des Regelwerks zum "Gegensteuern"
Martin Lindenberg, itwh GmbH, Hannover (D)
Workshop II sollte dazu beitragen, praktikable Methoden und Strategien zum vorsorgenden Hochwasserschutz zu prüfen und aufzeigen, welche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel weiter zu entwickeln sind und welche Rahmenbedingungen verbessert werden können. Dabei war die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Einbindung des Bürgers und seiner Verpflichtung zur Eigenvorsorge ein zentrales Thema.
Impulsreferat 1:
Klimaunbeständigkeit und die Ursachen für Überschwemmungen in Polen – Methoden der Minimalisierung von Verlusten
Prof. Dr. habil. Piotr Kowalczak, Institut für land- und forstwirtschaftliche Umwelt der Polnischen Akademie der Wissenschaften PAN in Poznań, (PL)
Impulsreferat 2:
Projektbeispiel Arnsberg
Prof. Dr. Klaus Röttcher, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Suderburg (D)
Ziel des
Workshops III war es, frühzeitig Strategien für die Praxis zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere zur Stützung und Ausgleich des Landschaftswasserhaushaltes und für ein Niedrigwassermanagement vorzuschlagen. Es sollten Vorschläge gesammelt und bewertet werden. Die Ergebnisse sollten über die Fachplanung und die Fachberatung unmittelbar in die praktische Umsetzung einfließen.
Impulsreferat 1:
Einfluss des Klimawandels auf die Wasserbilanz im Sammelgebiet und auf die Durchflüsse in Wasserläufen
Prof. Dr. habil. Andrzej Kędziora, Institut für land- und forstwirtschaftliche Umwelt der Polnischen Akademie der Wissenschaften PAN in Poznań, Poznań (PL)
Impulsreferat 2:
Klimawandel und Niedrigwasser in Deutschland - Erste Erkenntnisse und Ansätze für eine Anpassungsstrategie
Uwe Petry, NLWKN, Hildesheim (D)
Während der Abschlussdiskussion wurde insbesondere die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen dem Land Niedersachsen und der Wojewodschaft Wielkopolska hervorgehoben.
Beide Seiten wünschen sich auch für die Zukunft eine Fortsetzung dieses regen fachlichen Austauschs, wie er in Goslar stattgefunden hat.
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