Technisches Sicherheitsmanagement (TSM)
Hintergrund
Mit der Einführung eines Technischen Sicherheitsmanagements (kurz: TSM) sollen Betreiber von Abwasseranlagen in die Lage versetzt werden, Defizite ihrer Organisation im technischen Bereich zu erkennen und Schwachstellen zu beseitigen. Vorteile des TSM liegen u.a. in der Schaffung von Transparenz und Straffung der Aufbau- und Ablauforganisation, der gezielten Implementierung gesetzlicher und technischer Anforderungen, der nachhaltigen Stärkung der Position der technischen Führungskraft sowie der erhöhten Sicherheit gegen Organisationsverschulden.

Grundlage des TSM ist das DWA-Merkblatt M 1000 „Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen“ (12/05). Kernstück des TSM ist darüber hinaus ein branchenspezifischer Leitfaden mit ca. 250 Fragen, der zu einer Selbsteinschätzung des Abwasserbetriebes führt.

Die Fragen betreffen die Aufbau- und Ablauforganisation. Beim Durchgehen der Fragen werden die Schwächen des Betriebes hinsichtlich organisatorischer Regelungen und der Dokumentation deutlich. Jede Frage kann mit „Ja“, „Nein“ oder „Bemerkungen“ beantwortet werden. Besonderes Augenmerk ist anschließend auf jedes „Nein“ und die Bemerkungen zu legen. Der Fragebogen kann von den zuständigen Führungskräften und Mitarbeitern auch abschnittsweise durchgearbeitet werden. Nach positiver Selbsteinschätzung durch den Betrieb kann das TSM in einem externen Überprüfungsverfahren durch ein unabhängiges Expertenteam der DWA bestätigt werden.


Pilotprojekt in Niedersachsen
Um die Eignung des TSM auch für kleinere und mittlere Betriebe zu testen, hat der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund ein Pilotprojekt gemeinsam mit dem Wasserverband Peine, der Kommunalen Umwelt AktioN U.A.N. und dem Wasserverbandstag initiiert. Ziele des Pilotprojektes sind es, die Eignung des TSM für kleinere und mittlere Abwasserbetriebe als auch die Aufwendigkeit der betriebsinternen Erarbeitung zu beurteilen. mehr ...


Erfahrungszirkel „TSM“ bei der U.A.N.
Hintergrund:
Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus dem TSM-Pilotprojekt möchte die Kommunale Umwelt-AktioN U.A.N. allen Abwasserbetrieben, die ein TSM aufbauen möchten, die Möglichkeit eines Erfahrungsaustausches bieten. Hierzu ist der Aufbau von Arbeitszirkeln mit einer Teilnehmerzahl von maximal 8 Personen vorgesehen. Die Arbeitszirkel treffen sich regelmäßig, um abschnittsweise den TSM-Fragenkatalog der DWA durchzuarbeiten. Begleitet werden die Arbeitszirkel durch die Kommunale Umwelt-AktioN und einem Mitarbeiter eines TSM-überprüften Betriebes.

Ablauf eines Arbeitszirkels:
1. Beginn der Arbeit des Arbeitszirkels, wenn sich ausreichend Teilnehmer angemeldet haben.
2. Der Arbeitszirkel trifft sich, sofern keine anderen internen Vereinbarungen getroffen werden, vierteljährlich bei der U.A.N., Arnswaldtstr. 28 in Hannover und bespricht ca. 60 Fragen an einem Termin. Der Fragenkatalog wird so innerhalb eines Jahres gemeinsam mit dem festen Teilnehmerkreis des Arbeitszirkels durchgearbeitet. Die betriebsinterne Umsetzung muss jeder Betrieb unabhängig von den Arbeitszirkeln leisten. Sollten die Teilnehmer aus einer Region kommen, kann der Arbeitszirkel auch in der Nähe der Teilnehmer tagen.

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt für einen Arbeitszirkel, der innerhalb eines Jahres ca. viermal tagen wird. Die Zusammenstellung der Teilnehmer erfolgt durch die U.A.N.


Kontakt:
Interessierte Betriebe wenden sich bitte an:
Frau Dr. Katrin Flasche
Tel.: 0511/30285-58
E-Mail: flasche@uan.de


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